
Internet-Video bringt die Welt zum Lächeln. „Space Alone“ von Ilias Sounas ist nur eine von unzähligen Animationen auf MyToons.com.
Online-Video verbreitet sich mit atemberaubender Geschwindigkeit. Dem von comScore veröffentlichten Video Metrix-Bericht zufolge haben fast 75 % aller Internet-Anwender in den USA im Juli 2007 mehr als drei Stunden Online-Video gesehen. Insgesamt wurden im Juli vergangenen Jahres unglaubliche neun Milliarden Streaming-Videos von fast 134 Millionen US-Amerikanern angezeigt. Dies entspricht einem Monatsdurchschnitt von 68 Streaming-Videos pro Nutzer, also mehr als zwei pro Tag.
Die veränderten Gewohnheiten bei der Mediennutzung lassen sich auch beim Fernsehen beobachten. Die Anzahl der US-Amerikaner, die ganze Fernsehserien oder Shows im Internet ansehen, hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt. Aus dem von Conference Board und TNS veröffentlichten Consumer Internet Barometer für das dritte Quartal 2007 geht hervor, dass mittlerweile fast 16 % aller US-amerikanischen Haushalte online fernsehen.

Im Jahr 2005 machten Breitbandmedien nur einen Bruchteil am gesamten Medienvertrieb aus. Für die Zukunft wird diesem Sektor ein Marktwert von 225 Mrd. US-Dollar prognostiziert.

Kochsendungen wie „Cheap N'Easy“ von Yahoo! sind immer öfter auf Video-Sharing-Sites zu finden. Copyright © 2007 Yahoo! Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Der Erfolg von Sendern wie The History Channel, Discovery Channel, The Food Channel und Home Shopping Network hat ein neues Zeitalter für Spartenkanäle eingeleitet. Video-Sharing-Sites wie YouTube und Crackle (vormals Grouper) haben die Bedeutung von Nischenprogrammen auf ein Niveau gehoben, das noch vor wenigen Jahren undenkbar schien. Mit über 70 Millionen Nutzern ist YouTube das Paradebeispiel einer viralen Video-Site mit all ihren Licht- und Schattenseiten. Hier wurden millionenschwere Reality-TV-Karrieren begründet. Und Rechte an geistigem Eigentum wurden verletzt – zum Leidwesen von TV-Managern und zur Freude der Fans jener Fernsehsendungen, die früher nicht zugänglich waren... Die Liste ließe sich beliebig erweitern.
Traditionelle Medien lernen, das Marketing-Potenzial von Internet-Videos zu nutzen. Einige Websites, wie „The Fan“ von Comcast.net, stellen Fernsehsendungen mittlerweile online bereit. B2B-Sites nutzen themenspezifische Webcasts als individuelle Lösungen, um ihren Umsatz mit Kunden zu steigern, die weniger an traditionellen Werbemedien interessiert sind.
Independent-Studios haben ebenso wie große Filmstudios bereits vor Jahren erkannt, welche Wirkung sich mit Online-Trailern erzielen lässt. Der Erfolg des iTunes-Store zeigte sehr deutlich, dass Musik- und Video-Downloads enormes Marktpotenzial haben. Online-Video-On-Demand könnte sich größter Beliebtheit erfreuen.
Webvideos, die heruntergeladen oder online angezeigt werden können, werden die traditionellen Geschäftsmodelle in der Medienbranche weiter ins Wanken bringen. Gleichzeitig profitieren Sendeanstalten von völlig neuen Möglichkeiten zur Steigerung ihrer Gewinne, wie beispielsweise durch:
Die zunehmende Verbreitung von Video auf mobilen Endgeräten eröffnet weitere Absatzchancen. Laut M:Metrics haben acht Millionen Menschen in den USA im August 2007 Videos auf mobilen Endgeräten angesehen, was einer Steigerung von 34 % gegenüber Januar 2007 entspricht.

Große Filmstudios setzen bei der Vermarktung ihrer Produkte verstärkt auf das Internet. Heute heißt es: Der Trailer zu „Die Geheimnisse der Spiderwicks“ steht nun für die Online-Anzeige auf einem Browser in Ihrer Nähe bereit. Copyright © 2007 Paramount Pictures. Alle Rechte vorbehalten.
Sollen digitale Inhalte mit einem Kopierschutz versehen oder allgemein zugänglich gemacht werden? Wie wird Werbung online und auf mobilen Endgeräten wahrgenommen? Welche Geschäftsmodelle lassen sich mit vorhandenen und neuen interaktiven Inhalten entwickeln? Ist es möglich, skalierbare, kosteneffiziente Workflows für die Erstellung und Bereitstellung von Inhalten zu entwickeln?
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